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Genuss & Geschmackswelten
Kulinarische Vielfalt und echte Geheimtipps. Von lokalen Köstlichkeiten bis hin zu internationalen Geschmackserlebnissen.
Gute Küche
Fine Dining mit Haltung
Zwischen Butterbrot und Garum: Wie das Restaurant RÜPEL in Hannover pflanzenbasierte Küche neu denkt.

Fein angerichtet und attraktiv gestaltet: die Gerichte im RÜPEL.
Wertschätzung beginnt nicht erst auf dem Teller – und endet nicht mit dem letzten Bissen. Im Restaurant RÜPEL in Hannover wird Gastronomie ganzheitlich gedacht: als Verantwortung gegenüber den Menschen, den Produkten, der Region.
Feines Essen, fermentierte Getränke, Butterbrot im Kiosk – und das alles ohne Fleisch, Fisch oder Ersatzprodukte. Was zunächst widersprüchlich klingt, ist gelebte Realität. Küchenchef Lennart Röbbel und Restaurantleiterin Lisa Dismer führen pflanzenbasierte Küche, Handwerk und Haltung zusammen, ohne zu belehren.
Das Restaurant RÜPEL wurde 2021 von Lennart Röbbel in Hannover gegründet – mit dem Ziel, die Möglichkeiten der regionalen, pflanzenbasierten Küche auf Fine-Dining-Niveau auszuloten. Die Küche ist saisonal, handwerklich geprägt und inspiriert von den besten Produkten aus der Umgebung.
Produkte wie Miso, Tempeh oder Garum werden selbst hergestellt, Gemüse fermentiert und damit haltbar gemacht. Der Gedanke dahinter: mit dem arbeiten, was da ist – und das so lecker und innovativ wie möglich.
Pumpkin Spiced Ramen – RÜPEL Style
Zutaten (für 4 Portionen)
Für die Brühe: 600 g Hokkaido-Kürbis (mit Schale, entkernt, grob gewürfelt), 1 Zwiebel, 3 Knoblauchzehen (davon 1 fermentiert, falls vorhanden), 15 g frischer Ingwer, 2 EL Rapsöl,
800 ml Gemüsebrühe, 1 Stück Kombu (ca. 5 × 5 cm), ½ Birne (geräuchert oder geröstet), 1 EL helle Miso-Paste, 1 EL Sojasoße, 1 TL Apfelessig, Salz, Pfeffer, etwas Muskat
Für das fermentierte Kürbispüree: 300 g Hokkaido-Kürbis (fein gewürfelt), 1 TL Salz, 1 TL Zucker. Alles vakuumieren oder in ein Glas füllen, 3–5 Tage bei Raumtemperatur fermentieren, dann fein mixen.
Toppings: 200 g Kräuterseitlinge (in Scheiben), 1 EL Rapsöl, 1 TL geröstetes Sesamöl, 1 EL Sojasoße, 1 reifer Pfirsich oder 2 EL fermentierte Chili-Pfirsich-Stücke, 2 EL Liebstöckelöl
(oder Petersilienöl), 4 EL knusprige Raps-Croutons oder Panko, 4 Portionen Ramen-Nudeln
Zubereitung
1. Kürbis rösten: Hokkaido, Zwiebel, Knoblauch und Ingwer mit Rapsöl mischen, bei 200 Grad circa 25 Minuten rösten, bis alles Farbe bekommt. 2. Brühe ansetzen: Geröstetes Gemüse in einen Topf geben, mit Brühe auffüllen, Kombu und Birne zugeben. 20 Minuten köcheln, Kombu entfernen. Miso, Sojasoße und Apfelessig einrühren, fein mixen und abschmecken. 3. Toppings vorbereiten: Kräuterseitlinge in Raps- und Sesamöl goldbraun braten, mit Sojasoße ablöschen. Pfirsich oder Chili-Pfirsich kurz glasieren. 4. Anrichten: Nudeln nach Packungsanweisung kochen, abgießen. Brühe erhitzen, 1 TL fermentiertes Kürbispüree einrühren. Nudeln in tiefe Schalen geben, Brühe angießen, mit Pilzen, Pfirsich, Raps-Croutons und einem Löffel Lieb-stöckelöl vollenden.
RÜPEL
Kötnerholzweg 30
30451 Hannover
www.ruepel.bar

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